Anfangs wollte ich mir einfach nur selbst helfen. Also habe ich begonnen zu basteln, so wie man das in der Van- und Camperwelt eben macht. Wer schon einmal versucht hat, Vorhänge im Van selber zu bauen oder eine Alternative zu Thermomatten zu entwickeln, weiß, wie schnell man an Grenzen stößt.
Aber mit jedem Schritt wuchsen meine Ansprüche weiter. Ich wollte immer mehr unterbringen: mehr Funktionen, mehr Komfort, mehr Leistung. Ich wollte ein System, das die Fenster zuverlässig verdunkelt, im Sommer Hitze abhält, im Winter isoliert und trotzdem dauerhaft im Fahrzeug bleiben kann. Ich wollte meinen Fensterbus zu einem echten Stealth Campervan ausbauen. Kurzum, ich suchte die eierlegende Wollmilchsau.
Dadurch wurde es in der Umsetzung immer komplizierter und umfangreicher. Aus der kleinen DIY-Idee war ein regelrechtes Entwicklungsprojekt geworden. Es ging nicht mehr nur um einen Vorhang für meinen Van, sondern um ein durchdachtes System für Campervans, das Alltag und Reisen verbindet.
Gleichzeitig zeigte sich im Austausch mit anderen immer wieder, dass es ein spürbares Interesse an so einer Lösung gab. Viele suchten nach einer Alternative zu klassischen Thermomatten oder nach einer Verdunkelung für ihren Mercedes, VW oder Ford, ohne Löcher zu bohren oder ständig umbauen zu müssen.
Irgendwann habe ich mich entschieden, es zu wagen und daraus ein echtes Produkt zu machen.
Das Projekt bekam einen Namen: CENTAUR. Ein Hybridwesen, das zwei Welten vereint und das Spannungsfeld der unterschiedlichen Ansprüche ziemlich treffend beschreibt.
Es folgten viele Prototypen, Überarbeitungen, neue Ansätze, verworfene Ideen, glückliche Zufälle und auch ein paar zusätzliche graue Haare.